DVT-Diagnostik des Kiefergelenks
DVT-Diagnostik des Kiefergelenks
DVT ermöglicht die dreidimensionale Beurteilung der Kiefergelenkstrukturen — Kondylenposition, Gelenkspaltbreite, knöcherne Veränderungen. Diese Daten sind mit 2D-Röntgen nicht vollständig erfassbar und bilden die Grundlage jeder CMD-Diagnostik.
Digitale Gelenkregistrierung
Elektronische Axiographen und digitale Registriersysteme erfassen Kieferbewegungen mit einer Präzision, die manuelle Registrierungen nicht erreichen. Die Daten werden direkt in die Planungssoftware übertragen.
Virtueller Artikulator
Intraoralscan und Gelenkregistrierungsdaten werden im virtuellen Artikulator zusammengeführt. Die Okklusion wird digital simuliert — bevor eine Schiene oder prothetische Versorgung hergestellt wird. Fehler in der Okklusionsplanung werden erkannt, bevor sie klinisch wirksam werden.
CAD/CAM-gefertigte Aufbissschiene
Die Aufbissschiene wird auf Basis der digitalen Planung gefräst oder gedruckt. CAD/CAM-gefertigte Schienen erreichen eine Passgenauigkeit, die handgefertigte Schienen nicht reproduzierbar liefern. Die digitale Prozesskette macht das Ergebnis unabhängig von der manuellen Fertigkeit des Zahntechnikers.

Vergleich
| Kriterium | Digitaler Workflow | Konventionell |
|---|---|---|
| Gelenkdiagnostik | DVT: 3D-Darstellung, Kondylenposition messbar | 2D-Röntgen: begrenzte Aussagekraft |
| Bewegungsregistrierung | Elektronischer Axiograph: präzise, reproduzierbar | Manuelle Registrierung: operatorabhängig |
| Okklusionsplanung | Virtueller Artikulator: digitale Simulation vor Herstellung | Mechanischer Artikulator: manuelle Übertragung |
| Schienenherstellung | CAD/CAM: Passgenauigkeit < 50 µm | Handgefertigt: Passgenauigkeit variabel |
| Dokumentation | Vollständig digital, reproduzierbar, vergleichbar | Variabel, schwer vergleichbar |
Qualitätsstandards des Instituts
DVT-Diagnostik des Kiefergelenks als Pflichtschritt vor CMD-Schienentherapie
Digitale Gelenkregistrierung — keine manuelle Übertragung in mechanischen Artikulator
Virtueller Artikulator: Okklusionssimulation vor Schienenherstellung
CAD/CAM-Fertigung der Aufbissschiene — keine handgefertigte Schiene
Digitale Verlaufsdokumentation: Vergleich von Ausgangs- und Kontrollregistrierung
Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive
Klinische Umsetzung
Cmd bei Smile4Life
Der klinische Partner des Instituts, Smile4Life, führt die beschriebenen Behandlungen nach den Qualitätsstandards des Instituts durch.
Kurz erklärt
CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) bezeichnet Fehlfunktionen im Kiefer-Gesichts-Bereich – oft verbunden mit Schmerzen, Kieferknacken, Kopfschmerzen oder Verspannungen. Digitale Diagnostik ermöglicht eine präzise Analyse der Kieferbewegung und Bisslage, bevor eine Therapie beginnt.
Wann ist das relevant?
- Sie haben Kieferknacken, -schmerzen oder Schwierigkeiten beim Kauen
- Sie leiden unter Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder Tinnitus ohne klare Ursache
- Sie knirschen oder pressen mit den Zähnen (Bruxismus)
- Ihr Zahnarzt hat CMD als mögliche Ursache Ihrer Beschwerden genannt
Passende Leitfäden
Fragen für das Erstgespräch
- Wie wird CMD bei Ihnen diagnostiziert?
- Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für meinen Befund?
- Kann eine Aufbissschiene meine Beschwerden langfristig lösen?
- Wie hängen Kieferproblem und meine Kopfschmerzen zusammen?
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.
