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Digitaler Zahnersatz Wien — CAD/CAM, Kronen & Brücken erklärt – Institut für Implantologie
Digitale Fertigung · CAD/CAM

Digitaler Zahnersatz: Wie CAD/CAM und 3D-Fertigung Kronen, Brücken und Veneers präziser machen.

Zahnersatz — ob Krone, Brücke, Veneer, Inlay oder Prothese — ist heute in den meisten qualitätsorientierten Praxen ein vollständig digitaler Prozess. Vom Intraoralscan über die computergestützte Konstruktion bis zur maschinellen Fertigung entstehen Restaurationen mit einer Präzision und Reproduzierbarkeit, die manuellen Verfahren in vielen Bereichen überlegen sind.

Wissenschaftliche Einordnung
Keine Behandlungsempfehlung
4Workflow-Schritte
±10 µmPräzision CAD/CAM
1 TagChairside-Fertigung
STLDigitales Archiv

Digitale Abformung statt Abdruck

01

Digitale Abformung statt Abdruck

Der erste Schritt ist die Erfassung der Mundsituation. Beim digitalen Workflow erfolgt das per Intraoralscan: ein kleiner Handscanner erzeugt ein exaktes dreidimensionales Modell von Zähnen, Zahnfleisch und Bisssituation — ohne Abdruckmasse, ohne Würgereiz, in Echtzeit. Das digitale Modell ist sofort verfügbar, kann beliebig oft eingesehen werden und dient als Grundlage für alle weiteren Schritte.

02

CAD: Computergestützte Konstruktion

Auf Basis des digitalen Modells wird die Restauration am Computer konstruiert (Computer-Aided Design, kurz CAD). Zahntechniker oder Behandler designen Krone, Brücke oder Veneer digital — mit exakten Passflächen, definierter Okklusion und ästhetischen Parametern, die vorab mit dem Patienten besprochen werden können. Im Gegensatz zur manuellen Wachsmodellation ist der CAD-Prozess vollständig dokumentierbar, nachvollziehbar und wiederholbar.

03

CAM: Maschinelle Fertigung

Der digitale Entwurf wird direkt in die Fertigung übergeben (Computer-Aided Manufacturing, kurz CAM). Eine Fräsmaschine fräst die Restauration aus einem Rohling — Keramik, Zirkonoxid, Komposit oder Kunststoff — mit einer Präzision im Mikrometerbereich. Alternativ oder ergänzend kommt 3D-Druck zum Einsatz: besonders für Provisorien, Schienen, Modelle und zunehmend auch für definitive Restaurationen.

04

Einprobe und Eingliederung

Die fertige Restauration wird einprobiert, ggf. minimal nachbearbeitet und eingegliedert. Dank digitaler Präzision sind Anpassungen deutlich seltener notwendig als bei analogen Verfahren.

Digitale Prothetik: CAD/CAM-Fräsung und Zirkonkrone auf Implantat Wien – Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien
Digitale Prothetik: CAD/CAM-Fräsmaschine (links) und Implantat-Aufbau mit Zirkonkrone — Maßgenauigkeit auf 10 µm.

Digitale vs. analoge Prothetik: Vergleich

Digitale und analoge Fertigungsverfahren unterscheiden sich in Präzision, Geschwindigkeit und Reproduzierbarkeit. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede.

KriteriumDigitaler WorkflowAnaloger Workflow
AbformungIntraoralscan (±10 µm)Abdruckmasse (Fehlerquote höher)
KonstruktionCAD — vollständig dokumentiertManuelle Wachsmodellation
FertigungCAM-Fräsung / 3D-DruckHandarbeit im Labor
Randschluss< 50 µm (klinisch exzellent)50–150 µm (variabel)
Chairside-OptionMöglich (1 Sitzung)Nicht möglich
ArchivierungDigitales Modell dauerhaft verfügbarGipsmodell, begrenzte Haltbarkeit
ReproduzierbarkeitIdentische Neuanfertigung möglichNicht möglich

Qualitätsstandards des Instituts

Digitaler Workflow: Intraoralscan (±10 µm) als Grundlage jeder Restauration — keine Abdruckmasse, sofort verfügbares 3D-Modell.

Materialauswahl nach klinischer Indikation: Zirkonoxid (Y-TZP), Lithiumdisilikat (e.max), Hybridkeramik oder Komposit — dokumentiert und nachvollziehbar.

Randschluss < 50 µm: Digitale CAD/CAM-Systeme erreichen regelmäßig Werte unter 50 µm (klinisch akzeptabel: < 120 µm). Schlechte Passung begünstigt Sekundärkaries.

Okklusionskontrolle nach Eingliederung: statische und dynamische Bissprüfung, Korrektur von Frühkontakten. Digitale Artikulatoren ermöglichen virtuelle Vorabprüfung.

Digitale Archivierung: Alle Scans und Konstruktionsdaten werden gespeichert. Reparatur oder Neuanfertigung ohne erneuten Abdruck möglich.

Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive

Klinische Umsetzung

Prothetik bei Smile4Life

Der klinische Partner des Instituts, Smile4Life, führt die beschriebenen Behandlungen nach den Qualitätsstandards des Instituts durch.

Klinische Umsetzung:digitale Prothetik bei Smile4Life Wien— klinischer Kooperationspartner des Instituts.
Für Patienten

Kurz erklärt

Digitale Prothetik bedeutet, dass Zahnersatz – Kronen, Brücken, Prothesen – computergestützt geplant und gefräst wird. Das Ergebnis ist präziser, schneller und oft in einer Sitzung fertig. Für Patienten bedeutet das weniger Termine, weniger Abdrücke und eine bessere Passgenauigkeit.

Wann ist das relevant?

  • Sie benötigen eine Krone, Brücke oder Prothese
  • Sie fragen sich, was 'CAD/CAM' oder 'Chairside' bedeutet
  • Sie möchten wissen, ob Zahnersatz in einer Sitzung möglich ist
  • Sie vergleichen verschiedene Materialien (Zirkon, Keramik, Komposit)

Fragen für das Erstgespräch

  • Wird mein Zahnersatz digital oder konventionell hergestellt?
  • Kann meine Krone / Brücke in einer Sitzung gefertigt werden?
  • Welches Material empfehlen Sie für meine Situation und warum?
  • Wie lange hält digitaler Zahnersatz im Vergleich zu konventionellem?

Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.

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