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Patientenleitfaden ca. 6 Min.

Diodenlaser bei Parodontitis: Antimikrobielle Therapie erklärt

Wie Laserlicht gezielt Bakterien in Zahnfleischtaschen eliminiert — ohne Antibiotika, ohne Skalpell, mit messbaren Ergebnissen.

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Parodontologie-Laserbehandlung – Diodenlaser im Zahnfleisch Wien – Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien
Diodenlaser-Parodontologie: Der Laser desinfiziert Zahnfleischtaschen und fördert die Regeneration des Gewebes — schonender und effektiver als konventionelles Scaling allein.
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Warum Bakterien in Zahnfleischtaschen das Problem sind

Parodontitis ist eine bakterielle Erkrankung. Bestimmte anaerobe Bakterienstämme — insbesondere Porphyromonas gingivalis, Treponema denticola und Tannerella forsythia — bilden in tiefen Zahnfleischtaschen Biofilme, die mit mechanischen Mitteln allein schwer zu erreichen sind. Diese Bakterien produzieren Enzyme und Toxine, die das Zahnfleisch und den Knochen angreifen.

Der Diodenlaser setzt genau hier an: Seine Wellenlänge (810–980 nm) wird von den dunklen Pigmenten dieser Bakterien absorbiert und zerstört sie thermisch — ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Das ist das Prinzip der selektiven Photothermolysis.

Digitaler Workflow

In einer digital ausgestatteten Praxis wird die Laserbehandlung in einen strukturierten Workflow eingebettet: digitale Befunddokumentation vor der Behandlung, Laserapplikation, digitale Kontrolle des Behandlungserfolgs.

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Was Sie in einer digital ausgestatteten Praxis erwarten können

Selektive Bakterienelimination

Der Diodenlaser zerstört gezielt die Bakterien in der Zahnfleischtasche, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Die Wellenlänge (810–980 nm) wird von bakteriellen Pigmenten absorbiert, nicht von gesundem Gewebe.

Kein Antibiotikum erforderlich

In vielen Fällen kann durch die Laserbehandlung auf systemische Antibiotika verzichtet werden. Das reduziert das Risiko von Antibiotikaresistenzen — ein zunehmend wichtiges Thema in der Zahnmedizin.

Biostimulation der Heilung

Neben der antimikrobiellen Wirkung stimuliert der Laser die Zellteilung im Zahnfleischgewebe. Das fördert die Wundheilung und kann die Regeneration des Gewebes nach der Behandlung beschleunigen.

Einsatz bei Implantaten möglich

Der Diodenlaser ist auch für die Behandlung von Periimplantitis geeignet, da er Titanoberflächen nicht beschädigt. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber mechanischen Instrumenten bei der Implantatpflege.

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Typischer Ablauf einer Diodenlaser-Behandlung

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Digitale Befundaufnahme

Parodontalstatus mit Taschentiefen, Blutungspunkten und Röntgenbefund wird digital dokumentiert. Dieser Ausgangsbefund dient als Vergleichsbasis für die Erfolgskontrolle.

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Mechanische Reinigung (Scaling & Root Planing)

Zahnstein und harte Beläge werden mechanisch entfernt. Dies ist die Grundlage jeder Parodontaltherapie — der Laser ergänzt, ersetzt aber nicht diesen Schritt.

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Laserapplikation in die Zahnfleischtaschen

Eine dünne Laserfaser wird in die Zahnfleischtasche eingeführt. Das Laserlicht eliminiert die verbleibenden Bakterien und stimuliert gleichzeitig die Gewebeheilung. Der Eingriff dauert je nach Anzahl der Taschen 20–60 Minuten.

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Digitale Erfolgskontrolle

Bei der Nachkontrolle (typischerweise nach 4–6 Wochen) werden die Taschentiefen erneut digital gemessen. Ein Vergleich mit dem Ausgangsbefund zeigt objektiv, ob die Behandlung erfolgreich war.

Prozess im Überblick

Schritt für Schritt — visuell erklärt

Paro-Laserbehandlung-Prozess im Überblick Wien – Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien
Der vollständige Paro-Laserbehandlungs-Ablauf — von der Diagnose bis zur Nachsorge.
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Häufige Fragen (FAQ)

Die Diodenlaser-Behandlung ist in der Regel gut verträglich. Die Energie des Lasers wird gezielt in der Zahnfleischtasche eingesetzt, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. In den meisten Fällen ist keine Lokalanästhesie erforderlich, obwohl sie bei tiefen Taschen oder empfindlichen Patienten angeboten werden kann. Nach der Behandlung kann leichte Empfindlichkeit auftreten, die sich innerhalb von 24–48 Stunden legt.
Das hängt vom Schweregrad der Parodontitis ab. Bei leichter bis mittelschwerer Erkrankung sind oft 1–2 Sitzungen ausreichend, kombiniert mit der mechanischen Reinigung (Scaling und Root Planing). Bei schwerer Parodontitis mit tiefen Taschen können mehrere Sitzungen notwendig sein. Die digitale Verlaufsdokumentation hilft dabei, den Behandlungserfolg zu messen und die Anzahl der Sitzungen anzupassen.
Ja — der Diodenlaser ist auch für die Behandlung von Periimplantitis geeignet, einer Entzündung um Implantate. Da Titanoberflächen durch den Diodenlaser nicht beschädigt werden, kann er gezielt die Bakterien in der Periimplantat-Tasche eliminieren. Dies ist ein wichtiger Vorteil gegenüber mechanischen Instrumenten, die auf rauen Implantatoberflächen schwerer einzusetzen sind.
Nein — der Diodenlaser ist eine Ergänzung, kein Ersatz für die mechanische Reinigung. Zahnstein und harte Beläge müssen mechanisch entfernt werden (Scaling und Root Planing). Der Laser wird anschließend eingesetzt, um die verbleibenden Bakterien in der Tasche zu eliminieren und die Wundheilung zu unterstützen. Die Kombination beider Methoden zeigt in Studien bessere Ergebnisse als jede Methode allein.
Diodenlaser in der Parodontologie arbeiten typischerweise mit Wellenlängen zwischen 810 und 980 nm (Nahinfrarot). Diese Wellenlänge wird von Hämoglobin und Melanin gut absorbiert — also von den dunklen Pigmenten in Bakterien und entzündetem Gewebe — während gesundes, helles Gewebe kaum Energie aufnimmt. Das erklärt die selektive Wirkung: Bakterien werden eliminiert, gesundes Gewebe bleibt weitgehend unberührt.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.

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