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Patientenleitfaden ca. 8 Min.

Digitale Diagnostik — wann ist sie wirklich nötig?

DVT, Intraoralscan, digitale Funktionsanalyse — welche Verfahren gibt es, wann sind sie sinnvoll und wann ist herkömmliche Diagnostik ausreichend?

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Digitale Diagnostik — wann ist sie wirklich nötig? – klinische Darstellung
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Digitale Diagnoseverfahren im Überblick

Welche Technologien gibt es und wofür werden sie eingesetzt?

Digitales 2D-Röntgen

Routinekontrolle, Karies, Parodontitis-Check

Sehr gering (0,01–0,1 mSv)Standarddiagnostik

DVT (3D-Röntgen)

Implantatplanung, Knochenaufbau, Weisheitszähne, CMD

Gering bis moderat (0,05–0,5 mSv je nach Gerät)Bei komplexen Befunden

Intraoralscan

Kronen, Brücken, Implantatkronen, Aligner, Verlaufsdoku

Keine (optisch)Ersatz für klassischen Abdruck

Digitale Funktionsanalyse

CMD, Kiefergelenkprobleme, Bruxismus

KeineBei Kiefergelenkbeschwerden
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Vorteile digitaler Diagnostik

Warum moderne Diagnoseverfahren Vorteile für Patienten bieten

Präzisere Diagnose

Digitale Verfahren ermöglichen millimetergenaue Messungen und 3D-Darstellungen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.

Weniger Strahlung

Digitales Röntgen benötigt bis zu 90% weniger Strahlung als herkömmliche Filmaufnahmen.

Sofortige Ergebnisse

Bilder und Scans sind innerhalb von Sekunden verfügbar — keine Wartezeit auf Entwicklung.

Bessere Kommunikation

Patienten können ihre Befunde am Bildschirm sehen und verstehen, was behandelt wird.

Digitale Diagnostik ermöglicht es uns, Probleme früher zu erkennen und Behandlungen präziser zu planen — das bedeutet oft weniger Eingriffe und bessere Ergebnisse für Sie.

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Wann ist welche Diagnostik nötig?

Nicht jede Situation erfordert die aufwändigste Diagnostik

SituationEmpfohlene Diagnostik
Routinekontrolle2D-Röntgen (alle 1-2 Jahre)
Kariesverdacht2D-Röntgen (Bissflügelaufnahme)
ImplantatplanungDVT (3D) + Intraoralscan
Weisheitszahn in NervnäheDVT (3D)
Krone oder BrückeIntraoralscan
KiefergelenkschmerzenDigitale Funktionsanalyse

Wann ist DVT nicht unbedingt nötig?

  • DVT bei einfacher Kariesdiagnostik — 2D-Röntgen reicht
  • DVT bei unkomplizierter Weisheitszahnentfernung ohne Nervnähe
  • Intraoralscan bei einfacher Füllung — klassischer Abdruck ausreichend
  • Digitale Funktionsanalyse ohne Kiefergelenkbeschwerden
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Ablauf der digitalen Diagnostik

So läuft eine Untersuchung mit digitaler Diagnostik ab

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Anamnese & Befundaufnahme

Zunächst besprechen wir Ihre Beschwerden und Vorgeschichte. Darauf basierend entscheiden wir, welche Diagnostik sinnvoll ist.

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Auswahl des Verfahrens

Je nach Fragestellung wählen wir das passende Verfahren: 2D-Röntgen für Routinefälle, DVT für komplexe Situationen, Scan für Zahnersatz.

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Durchführung

Die meisten Verfahren dauern nur wenige Sekunden bis Minuten. Intraoralscans und digitales Röntgen sind völlig schmerzfrei.

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Befundbesprechung

Sie sehen die Ergebnisse sofort am Monitor. Wir erklären Ihnen den Befund und besprechen gemeinsam die Behandlungsoptionen.

Die meisten digitalen Untersuchungen sind innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Intraoralscans und digitales Röntgen verursachen keinerlei Schmerzen oder Beschwerden.

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Kosten & Erstattung in Österreich

Orientierungspreise für digitale Diagnostik (Stand 2024)

VerfahrenRichtwertErstattung
Digitales 2D-Röntgen€ 15–40Meist von Kasse gedeckt
DVT (3D-Röntgen)€ 150–300Teilweise Privatleistung
Intraoralscan€ 50–150Meist in Behandlung inkludiert
Digitale Funktionsanalyse€ 100–250Privatleistung

Hinweis: Die angegebenen Preise sind Richtwerte und können je nach Praxis und Umfang variieren. Gesetzliche Krankenkassen (ÖGK, BVAEB, SVS) übernehmen digitales Röntgen meist vollständig. DVT und spezielle Analysen sind häufig Privatleistungen. Fragen Sie vor der Untersuchung nach den genauen Kosten.

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Checkliste für Patienten

Worauf Sie bei digitaler Diagnostik achten sollten

  • Fragen Sie nach dem Grund für jede diagnostische Maßnahme
  • Bei Schwangerschaft: Röntgen nur bei zwingender medizinischer Notwendigkeit
  • Bringen Sie vorhandene Röntgenbilder/DVT-Aufnahmen mit — unnötige Wiederholungen vermeiden
  • Fragen Sie nach der Strahlendosis und Alternativen
  • Lassen Sie sich die Kosten vorab erklären, besonders bei DVT

90%

weniger Strahlung vs. analog

<1 Min

für Intraoralscan

Sofort

Ergebnisse verfügbar

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Checkliste: Was sollte vorab geklärt sein?

Tippen Sie auf einen Punkt um ihn abzuhaken.

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Häufige Fragen (FAQ)

Digitale Diagnostik umfasst alle computergestützten Verfahren zur Befunderhebung: DVT (3D-Röntgen), digitales Röntgen (2D), Intraoralscan (3D-Zahnmodell), digitale Funktionsanalyse (Kiefergelenk) und Fotoanalyse. Im Gegensatz zu analogen Verfahren ermöglichen sie präzisere Messungen, bessere Dokumentation und einfachere Kommunikation mit Patienten und Labor.
Nein. DVT (3D-Röntgen) ist eine ergänzende Diagnostik mit höherer Strahlendosis als 2D-Röntgen. Es ist indiziert bei: Implantatplanung, Knochenaufbau, Weisheitszahnentfernung in Nervnähe, unklaren Befunden und CMD-Diagnostik. Für Routinekontrollen ist 2D-Röntgen ausreichend.
Einzelne Verfahren wie DVT kosten mehr als herkömmliches Röntgen. Allerdings können durch präzisere Diagnostik teure Komplikationen vermieden werden. Digitales Röntgen und Intraoralscan sind in vielen Praxen bereits im Standardangebot enthalten.
Die wichtigsten digitalen Diagnoseverfahren in der Zahnmedizin sind: digitales 2D-Röntgen, DVT (3D-Röntgen/Digitale Volumentomographie), Intraoralscan (3D-Zahnmodell), digitale Funktionsanalyse (Kiefergelenk-Bewegungsanalyse), Fotoanalyse (Smile Design) und computergestützte Kariesdiagnostik.

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Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.

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