Digitale Parodontaldiagnostik
Digitale Parodontaldiagnostik
DVT-gestützte 3D-Analyse des Knochenniveaus, digitale Parodontalstatus-Erhebung und Intraoralscanner-basierte Verlaufsdokumentation. Frühzeitige Erkennung von Knochenabbau, bevor er klinisch messbar wird.
Diodenlaser-Therapie
Antimikrobielle Photodynamische Therapie (aPDT) mit Diodenlaser. Selektive Elimination von Parodontitis-Keimen in Zahnfleischtaschen ohne Schädigung des umliegenden Gewebes — ergänzend zur mechanischen Therapie.
Paro-Implantologie
Koordiniertes Behandlungskonzept: Parodontitis-Sanierung vor Implantatversorgung. Digitale Planung berücksichtigt Knochensituation, Restzahnbestand und Periimplantitis-Risiko für langfristig stabile Ergebnisse.
Lasergestützte vs. konventionelle Parodontitistherapie
Der Einsatz des Diodenlasers ergänzt die mechanische Parodontaltherapie und bietet gegenüber rein konventionellen Methoden messbare klinische Vorteile in spezifischen Bereichen.
| Kriterium | Diodenlaser-Therapie | Konventionelles Scaling & Kürettage |
|---|---|---|
| Keimreduktion subgingival | Zusätzliche bakterizide Wirkung durch Photothermolyse, auch anaerobe Keime (z. B. P. gingivalis) effektiv reduziert | Mechanische Keimreduktion; Restkeimzahl in tiefen Taschen höher |
| Wundheilung & Gewebereaktion | Biostimulierender Effekt fördert Fibroblasten-Proliferation; geringere postoperative Entzündungsreaktion | Heilung regelrecht, jedoch ohne zusätzlichen biostimulierenden Effekt |
| Postoperativer Patientenkomfort | Geringere Blutung, weniger Schwellung, häufig reduzierter Analgetikabedarf | Moderate Schwellung und Druckempfindlichkeit für 2–5 Tage möglich |
| Anwendung bei tiefen Taschen (≥6 mm) | Laserfaser bis in die Tasche einführbar; ergänzt mechanisches Débridement gezielt | Kürettage effektiv bis ca. 5–6 mm; Reinigungswirkung in sehr tiefen Taschen limitiert |
| Evidenzlage (klinische Studien) | Adjuvanter Nutzen durch mehrere RCTs belegt; Monotherapie nicht ausreichend evidenzbasiert | Goldstandard mit umfangreicher Langzeitevidenz (>30 Jahre klinische Daten) |
| Behandlungsdauer & Sitzungsanzahl | Kombinationsbehandlung erfordert etwas mehr Zeit pro Sitzung; ggf. gleiche Sitzungsanzahl | Standardisiertes Full-Mouth-Debridement in 1–2 Sitzungen etabliert |
| Einsatz bei Implantat-Periimplantitis | Schonende Oberflächenbehandlung ohne Beschädigung der Implantatoberfläche möglich | Mechanische Instrumente können Implantatoberfläche beschädigen; Carbon-Küretten erforderlich |
Qualitätsstandards des Instituts
Taschentiefenmessung: Vollständiges 6-Punkt-Parodontalstatus an allen Zähnen, dokumentiert in mm
Therapieerfolg: Reduktion der Sondierungstiefen auf ≤4 mm bei ≥85 % der gemessenen Stellen
Blutungsindex: BOP (Bleeding on Probing) nach aktiver Therapie unter 10 % angestrebt
Recallintervall: Unterstützende Parodontaltherapie (UPT) alle 3–6 Monate je Risikoklasse
Digitale Dokumentation: Parodontalstatus vor und nach Therapie im Vergleich softwarebasiert archiviert
Fragen aus wissenschaftlicher Perspektive
Klinische Umsetzung
ParodontologieSpoke bei Smile4Life
Der klinische Partner des Instituts, Smile4Life, führt die beschriebenen Behandlungen nach den Qualitätsstandards des Instituts durch.
Kurz erklärt
Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle zahnärztliche Beratung durch einen approbierten Zahnarzt oder Facharzt. Das Institut für Implantologie und digitale Zahnmedizin Wien ist eine gemeinnützige, unabhängige Wissenschaftsplattform — kein Behandlungsbetrieb. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur; individuelle Behandlungsentscheidungen müssen stets mit einem approbierten Zahnarzt getroffen werden.